Als Erwachsene haben wir gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen und das Leben zu bewältigen. Die gefundenen Strategien können aber wacklig sein oder zuviel Energie kosten. In anderen Fällen haben sie gut funktioniert, reichen aber für neue Ereignisse bzw. Lebensphasen oder in bestimmten Situationen nicht mehr aus. Und nicht zuletzt können, selbst unter stabilen Verhältnissen, auch erfolgreiche Lösungen mit der Zeit unbefriedigend werden.
Dann ist es sinnvoll, sich Unterstützung zu suchen. Psychoanalytisches Arbeiten unterscheidet sich grundlegend von kurzfristiger, oberflächlicher Selbstoptimierung. Welche Intensität der Auseinandersetzung Ihnen am besten entspricht, müssen Sie nicht von vornherein wissen. Wir finden es in den ersten Sitzungen gemeinsam heraus. Auch wenn wir unterwegs erkennen, dass ein Mehr an Unterstützung zweckmässig wäre, können wir die Form der Behandlung anpassen.
Psychoanalyse ist die gründlichste und wirksamste Art, psychischen Problemen auf die Spur zu kommen und sie nachhaltig zu verändern. Sie ist geeignet für eine breite Palette von Schwierigkeiten, wie z.B. auf emotionaler Ebene Stimmungsschwankungen, innerer Unruhe, Angst, Niedergeschlagenheit, Selbstzweifel, sowie auf äusserer Ebene Antriebslosigkeit und Arbeitshemmungen, soziale Unsicherheit, Kontaktschwierigkeiten und Rückzug, sexuelle Orientierungsfragen u.a.m.
In uns ist eine von Erfahrungen und innerem Erleben geprägte Lebensgeschichte aufgehoben, die uns überwältigt hat und unbewältigt geblieben ist. Trotz dieser bedeutsamen Rolle kennen wir sie kaum; zugänglich ist uns nicht viel mehr als die berühmte Spitze des Eisbergs. Das kann uns gefangen halten und in immergleichen Kreisen drehen lassen.
Wie keine andere Behandlungsform bietet Psychoanalyse einen Zugang, wie diese Geschichte im Hier und Jetzt wirksam wird und uns Einschränkungen und Leiden aufbürdet. Psychoanalyse zielt darauf, die inneren Kräfte zu erfahren und fundiert kennenzulernen. Sie geht Wünschen und Ängsten auf den Grund.
Psychoanalyse ermöglicht, die Umgangsformen und die Urteile, die wir uns selbst gegenüber pflegen, einer Revision zu unterziehen. Sie erlaubt, unserem inneren Kräftespiel nicht mehr ausgeliefert sein, sondern es zunehmend zu bemeistern. Daraus erwächst die Möglichkeit einer nachhaltigen Überwindung von Unglücklichsein und inneren Blockaden.
Mit einer Psychoanalyse engagieren Sie sich maximal für Ihre eigene Entwicklung. Sie kommen Sie über einige Jahre hinweg zu 3-4 Sitzungen pro Woche. Sie sprechen, vorzugsweise im Liegen auf der Couch, über alles, was Ihnen durch den Kopf geht. Ich höre Ihnen aufmerksam und unvoreingenommen zu mit der Aufgabe, Sie im gemeinsamen Erkunden des eigenen Unbekannten zu unterstützen.
Psychoanalyse bietet einen einzigartigen Raum für eine tiefgehende Auseinandersetzung mit sich selbst. Engagiert nimmt sich Psychoanalyse die Zeit, die für echtes Verstehen und effektive Veränderung unabdingbar ist. Auch über die tragfähige, krisenfeste Beziehung garantiert sie Kontinuität und Verlässlichkeit.
Der Aufwand, den eine Psychoanalyse mit sich bringt, macht sich mit tiefgreifenden Wandlungen mehr als bezahlt. Sie sind mit keiner anderen Behandlungsmethode erreichbar.
Psychoanalytische Psychotherapie findet in festem Turnus mit 1-2 Sitzungen pro Woche statt. Während das Vorgehen im Grundsatz der klassischen Psychoanalyse ähnelt, verfolgen wir unsere Ziele mit einem engeren Fokus. Das Befragen der inneren Wünsche und Ängste und das Aufspüren des Umgangs damit bleiben gleich, geht jedoch weniger „tief“. Das Ziel der Arbeit besteht, sich innerhalb der ausgewählten Themengebiete besser zu verstehen und freier handeln zu können.
Coaching ist die „sparsamste“ Variante psychoanalytisch basierter Unterstützung. Hierin widmen wir uns einem spezifischen Feld, auf dem Sie besser vorankommen wollen, beispielsweise bei eingegrenzten Konflikten oder Beeinträchtigungen in einer Beziehung oder in der Arbeit.
Wir untersuchen die psychischen Faktoren, die zu Einschränkungen führen, und evaluieren alternative Bewältigungsmöglichkeiten. Coaching findet in einem weniger intensiven Rahmen statt als Psychoanalyse oder Psychotherapie. Termine nach Bedarf stellen grundsätzlich eine Möglichkeit dar. Es empfiehlt sich aber auch hier eine Regelmässigkeit, z.B. ein zweiwöchentlicher Turnus. Die Psyche stellt sich dadurch besser darauf ein, das Thema anzupacken und echte Veränderungen in Angriff zu nehmen.
Coaching bietet sich an, wenn aufgrund äusserer Umstände eine umfassendere Auseinandersetzung nicht angegangen werden kann. Voraussetzung für ein gutes Gelingen ist eine grundlegende äussere und innere Stabilität ausserhalb des Problemfeldes.